Abgeschlossene Arbeiten 2013

Wasserableitung endlich fertig

Die neue Wasserableitung (rechts) und die so sanierte alte (links)
Die neue Wasserableitung (rechts) und die so sanierte alte (links)

Nach über vier Jahren wurden die Arbeiten zur Ableitung des Oberflächenwassers der Justinuskirche (Vorplatz, Dach, Garten) endlich abgeschlossen. Es fließt nun nicht mehr in den Schacht zehn Meter unter der Kirche, wo es immer wieder zu Verstopfungen und zur Überschwemmung der Fundamente geführt hatte. Nach der Neuordnung der Kanäle fließt es jetzt wieder − wie vor 1930 − auf Gartenniveau durch die Stadtmauer und wird dort, unterhalb des alten Wasserspeiers, durch einen Kandel zum Mainniveau abgeleitet.

Kronleuchter-Absenkung jetzt möglich

Abgesenkter Kronleuchter
Abgesenkter Kronleuchter

Die Kronleuchter haben derzeit noch eine Vielzahl dimmbarer Kerzenglühbirnen, die sehr störanfällig aber kaum erreichbar sind. Die Kronleuchter im Kirchenschiff wurden daher so umgebaut, dass sie zum Birnenwechsel abgesenkt werden können. Sobald es passende, dimmbare LED-Kerzen gibt, werden wir darauf umsteigen.

Neue „Mitbringsel aus Höchst“

„Mitbringsel aus Höchst“
„Mitbringsel aus Höchst“

Der Verkauf von kleinen Andenken aus der Justinuskirche ist ein wesentlicher Teil unseres Jahresbudgets. Eine Motivkerze und für Bastler ein (selbstgefertigter) Ausschneidbogen, finden hoffentlich viele Käufer. Auch neue Ansichtskarten vom Kreuzaltar und den restaurierten Portalheiligen wurden beschafft.

Eine Zusammenstellung dieser Mitbringsel, der Karten, CD´s, der Bücher und anderem finden Sie in der folgenden PDF-Datei.

Ohne sie wäre die Kirche meist geschlossen

Unsere ehrenamtlichen Damen und Herren (Es fehlen Frau Frühbeis und Herr Murmann)
Unsere ehrenamtlichen Damen und Herren (Es fehlen Frau Frühbeis und Herr Murmann)

Unsere ehrenamtlichen Damen und Herren sorgen dafür, dass Besucher immer freundlich empfangen und sachkundig durch die Kirche geleitet werden.

Ziborien restauriert

Zwei etwa 100 Jahre alte Ziborien
Zwei etwa 100 Jahre alte Ziborien

Zwei etwa 100 Jahre alte Ziborien, Kelche mit Deckel für die geweihten Hostien im Tabernakel, hat der Restaurator gereinigt, bei einem das abgebrochene Kreuz wieder aufgesetzt. Sie sind jetzt wieder im Gottesdienst in Gebrauch.

Sandsteine wurden ergänzt und gereinigt

Gereinigter Sandstein an der Schwingtür
Gereinigter Sandstein an der Schwingtür

Im Bodenbereich und durch aufsteigende Feuchtigkeit und Salze in den Säulen und Wänden hat die Justinuskirche eine Reihe von Schäden, die nach und nach abgearbeitet werden.

Das Gefälle der Bodenplatten im Haupteingang wurde so verändert, dass kein Wasser mehr in die Kirche läuft. An der Schwingtür wurde der umlaufende Stein mit seinen Verzierungen ergänzt, Teile im Bodenbereich wurden erneuert.

Die weißen Salzausblühungen an den Säulen wurden entfernt, unsachgemäße frühere Reparaturen in Ordnung gebracht.

Rollstuhlrampe

Neues Geländer an der Rollstuhlauffahrt
Neues Geländer an der Rollstuhlauffahrt

Der vordere Teil der Rollstuhlauffahrt hat jetzt ein stabiles Geländer.

Renoviertes Taufbecken

Renoviertes Taufbecken
Renoviertes Taufbecken

Jahrhundertealter Schmutz hatte dafür gesorgt, dass der rot-gelb gebänderte Sandstein des Taufbeckens bisher unsichtbar war.

Auch den drei Löwen, jeder an die 1000 Jahre alt, tat die Fellpflege durch den Steinmetz gut.

Der Deckel des Taufbeckens

Renovierter Deckel des Taufbeckens
Renovierter Deckel des Taufbeckens

Hier gab es starke Schäden der qualitätsvollen Figur des Johannes des Täufers durch alte Überfassungen und Lasuren, die die ursprüngliche, helle Fassung überlagerten und auch viel Schmutz.

Auch gab es eine Reihe von Fehlstellen, die gekittet werden mussten.

Portalheilige sind wieder wie neu

Fast neue Portalheilige
Fast neue Portalheilige

Die Kopien der Heiligen Paulus von Theben und Antonius Abbas über dem Hauptportal, meisterhafte Steinmetzarbeiten der Frankfurter Schule des 15. Jahrhundert, wurden fachgerecht instandgesetzt, fehlende Körperteile ergänzt. Jetzt ist die Kirche wieder als „Antoniterkirche“ erkennbar.

Maria-Königin-Altar

Der nussbaumfurnierte Altar war stark verschmutzt, hatte unter anderem Wachs- und Rußflecke, abgeriebene Vergoldungen und das Furnier mussten geringfügig ausgebessert werden. Diese Arbeiten wurden vor Ort durchgeführt. Dagegen wurden die Figuren – Maria mit dem Jesuskind und zwei Engel – demontiert und über Winter bei dem Restaurator Pracher in Würzburg gründlich restauriert. Auch hier wurde eine Reinigung durchgeführt, die insbesondere bei den Hautpartien wieder die barocke Farbigkeit herstellte. Bei der Marienfigur waren größere Schäden an dem Gewand mit seinen Farbauflagen durchzuführen. Teile des Zepters, fehlende Finger und Zehen bei den Engeln wurden nachgeschnitzt und farblich angepasst.

Restaurierung eines Schlusssteins

Im Südseitenschiff über dem Maria-Königin-Altar befindet sich ein Schlussstein mit einem ausgefallenen Stifterwappen der adeligen Familie Wolmershausen aus Norddeutschland: drei Eichhörnchen, die Nüsse in den Pfoten halten. Der bis zur Unkenntlichkeit verschmutzte Schlussstein gab bei einer Untersuchung der Farbschichten seine ursprünglichen Farben preis − in denen er jetzt wieder strahlt. Und es fand sich noch etwas: ein viertes Eichhörnchen, das sich in der Helmzier versteckt.

Bodenarbeiten am Hauptportal

Seit etwa 2010 lief − insbesondere im Winter oder bei starkem Regen − Wasser durch das Hauptportal in die Kirche. Das wurde jetzt abgestellt. Die Sandsteinstufen erhielten ein anderes Gefälle und das umgebende Kopfsteinpflaster wurde 2cm abgesenkt.

Restaurierung der Sandsteinteile des Hauptportals

Restaurierte Sandsteinteile an Hauptportal
Restaurierte Sandsteinteile an Hauptportal

Das zuletzt um 1930 restaurierte Hauptportal, an dem auch in den 70er Jahren Arbeiten stattfanden, war erheblich beschädigt: Es gab Schäden an den mittelalterlichen Sandsteinen, Metalleinlagen von 1930 waren verrostet und hatten Teile des Sandsteines und alter Steinersatzmittel abgesprengt, Teile fehlen, Risse ließen Wasser eindringen, das bei Frost den Stein nach und nach zerstörte. Auch die Taubenabwehr, Kronen aus Metallstacheln, verschandelten den Anblick. Diese Schäden sind seit Ende 2012 behoben.

Restaurierung eines gotischen Weihwasserbeckens

Gotisches Weihwasserbecken
Gotisches Weihwasserbecken

Durch eine zweckgebundene Spende erhielten wir die Gelegenheit, das stark beschädigte gotische Weihwasserbecken am kleinen Eingang wieder herrichten zu lassen.

Neue Lautsprecheranlage

Die Besucher der Gottesdienste, Konzerte und Führungen werden sich freuen: Im Dezember 2012 wurde eine neue Lautsprecheranlage in die Kirche eingebaut. Statt mit bisher ca. 10 Lautsprecher mit schlechter Akustik kommt die neue Technik mit nur einem unscheinbaren Lautsprecher im Hauptschiff und einem im Altarraum aus.

Restaurierung einer 450 Jahre alten gotischen Turmmonstranz

450 Jahre alte gotische Turmmonstranz
450 Jahre alte gotische Turmmonstranz

Vermutlich seit Fertigstellung der Josefskirche 1909 befand sich die um 1465 durch die Antoniter angeschaffte Turmmonstranz der Justinuskirche in der Josefskirche. Nachdem dort 1926 eine neue, deutlich größere „moderne“ Monstranz angeschafft wurde, war sie kaum noch in Gebrauch. Aus einer Inschrift unter dem Fuß der Monstranz wissen wir, dass sie 1741 repariert wurde, 1826 wurde sie bei einem Raubversuch schwer beschädigt und 1872 wurde sie restauriert.

Ende 2012 haben wir die Monstranz restaurieren lassen. Sie ist das älteste, erhaltene Altargerät der Justinuskirche.

Zusammenführung und Restaurierung einer Wasser- und Wein-Garnitur

Wasser- und Wein-Garnitur
Wasser- und Wein-Garnitur

Die im Foto unten gezeigten Gegenstände waren schon vor langer Zeit getrennt worden, die Gefäße aus versilbertem Zinn − in St. Josef befindlich − waren schwarz angelaufen und nicht mehr in Gebrauch, das mitgenommene Tellerchen wurde in der Justinuskirche bei Hochzeiten für die Ringe genutzt. Zufällig bemerkten wir anhand der Muster, dass sie zusammengehören. Es handelt sich um eine Schenkung aus dem Jahr 1908. Nun werden Sie in der Justinuskirche wieder bei der Messfeier verwendet.

Teil einer alten Versehgarnitur

Alte Versehgarnitur
Alte Versehgarnitur

Bei Krankheit oder in den letzten Lebensstunden spendet der Priester dem Gläubigen die Krankenkommunion. Diesem Zweck − der Beförderung der Hostie von der Kirche zu dem Kranken oder Sterbenden − diente dieser Behälter aus dem vergangenen Jahrhundert, der auseinander gezogen werden kann und im Inneren einen Einschub für die Hostie (und die heiligen Öle?) hat.

Jetzt, restauriert und ergänzt durch die fehlende Kette, ist sein alter Zweck wiedernach vollziehbar. Die Versehgarnitur kann jederzeit wieder benutzt werden.