Die Stiftergemeinschaft Justinuskirche e. V.
Gremien & Personen
I. Gremien
Die Gremien der
Stiftergemeinschaft Justinuskirche ergeben sich aus der Satzung. Sie
wurden zuletzt im Jahr 2008 für die Jahre 2008, 2009 und 2010
gewählt.
Das Kuratorium
Die vordringlichen Aufgaben der Kuratoriumsmitglieder bestehen darin, sich persönlich und öffentlich dafür einzusetzen, dass die Zielsetzungen des Vereins verbreitet und Spenden zur Erreichung des Vereinszwecks gesammelt werden. Das Kuratorium entscheidet über die Gestaltung der Kooperation des Vereins mit den zuständigen Stellen, macht Vorschläge zur Gestaltung und zur Ausführung von Erhaltungsmaßnahmen, entscheidet über die hierfür notwendigen Mittel sowie über publizistische Maßnahmen und Spendensammelaktionen. Es berät den Vorstand bei seiner Tätigkeit.
Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftergemeinschaft ist die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, Frau Dr. Petra Roth.
Ihr Vertreter ist Jürgen Vormann, der Geschäftsführer der Infraserv GmbH & Co KG, der Standortgesellschaft des Industrieparks Höchst. Justus Mische, ehemaliger Vorstand der Hoechst AG und langjähriger stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender, sowie Dr. Werner Brodt, Standortleiter der Clariant Produkte Rhein-Main, sind weitere Vertreter der früheren oder der heutigen im Industriepark Höchst verwurzelten Firmen.
Die Pfarrgemeinde St. Josef Höchst, die Eigentümerin der Justinuskirche, ist derzeit durch den Pfarrverwalter Pfarrer Martin Sauer und die stellvertretende Leiterin des Verwaltungsrates Uschi Cromm vertreten. Der Pfarrgemeinderat hat Aloys Hingott entsandt.
Der Versicherungsmakler Norbert Schulze wurde von der Mitgliederversammlung zugewählt.
Ab dem 22. August 2010 gehört der neue Frankfurter Stadtdekan
Domkapitular Pfarrer Dr. Johannes zu Eltz dem Kuratorium an.
Herr Professor Dr. Gerd Weis, der Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege, vertritt das Land Hessen.
Frau Brigitte Orband vertritt mit der Frankfurter Sparkasse einen seit 1983 eingebundenen Sponsoren, 2010 neu hinzugekommen ist der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Höchst, Manfred Ruhs. Thomas Reichert vertritt die Interessengemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe Höchst.
Der Beirat
Der Beirat berät das Kuratorium in den die Justinuskirche betreffenden Sachfragen und erarbeitet die für die Arbeit des Kuratoriums benötigten Stellungnahmen und fachlichen Hinweise. Dem Beirat gehören mit den Problemen der Erhaltung der Justinuskirche vertraute und sachverständige Persönlichkeiten an.
Sprecher des Beirats ist der Historiker Dr. Wolfgang Metternich, der
langjährige Vorsitzende des Vereins für Geschichte und
Altertumskunde Höchst und des ehemaligen Firmenarchivs der Hoechst
AG.
Stellvertretender Sprecher ist Tilmann Staudt, Abteilungsleiter des
Diözesanbauamtes Limburg, der dort den für die Justinuskirche
zuständigen Stellen „Denkmalpflege“ und
„Objektbetreuung“ vorsteht.
Die Frankfurter Denkmalpflege wird durch ihre Leiterin, Frau Dr. Andrea Hampel, im Beirat vertreten,
die Höchster Bürgervereinigung durch deren Vorsitzenden,
Richter Wolfgang Weber, ergänzt durch den von der
Mitgliederversammlung zugewählten
Architekten Claus Cromm sowie den Vorsitzenden der Stiftergemeinschaft Justinuskirche, Ernst-Josef Robiné.
Der Vorstand
Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte. Ihm obliegt die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung und des Kuratoriums sowie die Verwaltung des Vereinsvermögens.
Über die Hälfte der Vorstände der Stiftergemeinschaft sind von Anfang an mit dabei:
Der heutige Vorsitzende, Ernst-Josef Robiné, ehemaliger
Mitarbeiter der Personalabteilung Hoechst und pensionierter
Personalleiter der Infraserv, der Standortgesellschaft des
Industrieparks, stieß 1974 als Schriftführer zum Vorstand.
Christoph Bucher (stellvertretender Vorsitzender und Organisator der
Feste), Ingenieur und Chef des gleichnamigen Höchster
Opel-Autohauses, war als Gründungsmitglied 1983 ebenso dabei
wie der pensionierte Gasberater Jochem Safran (langjähriger
Kassenführer, Kirchenrechner und Kirchenführer, heute
Beisitzer),
der pensionierte Hoechster kaufmännische Angestellte Adolf Winter (Beisitzer) und
der Höchster Rechtsanwalt Richard Meder (langjähriger erster Vorsitzender, heute Beisitzer).
Rolf Henry Kunz (Beisitzer ), der pensionierte Kirchenmusiker der Pfarrgemeinde St. Josef, verantwortet die Konzerte.
Margarete Fischer-Besso (langjährig stellvertretende
Vereinsvorsitzende, heute Beisitzerin) vertritt als Eigentümerin
ebenso eine alte Höchster Firma (Sanitär Fischer,
Höchst) wie
Hans-Georg Fröhlich (Kassierer und Inhaber der Fa. Baby- und Kinderausstattung Löllmann, Höchst).
Zuletzt zum Vorstand gestoßen sind der Journalist Ulli Boller
(Schriftführer) von der Clariant, Hans Murmann (Beisitzer),
pensionierter Geschäftsführer der Metallgesellschaft Ltd.
England, der sich vordringlich bei der Aufsicht und bei Führungen
in der Justinuskirche engagiert, Gisela Haug-Gassner, ehemalige
Fernsehjournalistin (Beisitzerin), die sich u.a. um den Garten der
Justinuskirche kümmert und als jüngster Vorstandsmitglied
Tobias Werr, EDV-Spezialist (Beisitzer).
II. Personen
Erhard Bouillon,
1925 in Horchheim bei Koblenz geboren, seit 1957 bei den Farbwerken
Hoechst AG, später Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied der
Hoechst AG in Frankfurt-Höchst, und damit zuständig für
die Mitarbeiter und die sozialen Dinge im Unternehmen, hat 1983 die
Gründung der Stiftergemeinschaft Justinuskirche e. V.
angestoßen.
Durch seine Weitsicht gelang es, in den Gremien der Stiftergemeinschaft den Eigentümer, die Pfarrgemeinde St. Josef Höchst bzw. das Bistum Limburg mit den Verantwortlichen der Stadt Frankfurt und des Landes Hessen, den Höchster „Altstadt-Vereinen“, und Sponsoren – allen voran die Hoechst AG -an einen Tisch zu bringen und sie dauerhaft für die Erhaltung der uralten Justinuskirche zu interessieren. Unter seiner bis heute aktiven Mitwirkung wurden von der Stiftergemeinschaft seither Mittel in Millionenhöhe gesammelt. Hierdurch war es möglich, in den achtziger und neunziger Jahren die Justinuskirche grundlegend und sorgfältig zu restaurieren und bis zum heutigen Tag die notwendigen Arbeiten in Angriff zu nehmen. Noch heute nimmt er – seit vielen Jahren als Ehrenvorsitzender des Vereins - an jeder Kuratoriumssitzung der Stiftergemeinschaft teil und steht mit seinem Rat und seiner Unterstützung zur Verfügung.
Sein kulturelles Engagement für das alte Höchst, z. B. das Höchster Schloss, das Dalberger Haus, die Jahrhunderthalle Höchst und die Höchster Porzellanmanufaktur haben Spuren hinterlassen. Die Deutsche Stiftung Musikleben, deren Präsident er viele Jahre war, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die er mit gründete, sind einige weitere Beispiele für erfolgreiche Projekte, die mit seinem Namen eng verbunden sind.
Höchst und die Höchster aus der „Rotfabrik“
haben die „Ära Bouillon“ in guter Erinnerung. Dass es
anständig und menschlich zuging in der „Hoechster
Familie“, war Erhard Bouillon ein Herzensanliegen. Sein stets
offenes Ohr für die Belange der Menschen, die ihm anvertraut
waren, sichert ihm bis heute hohe Anerkennung. Der Justinuskirche hat
er sein Herzblut gewidmet!
Rolf Henry Kunz
Rolf Henry Kunz, Vorstandsmitglied der
Stiftergemeinschaft Justinuskirche, hob 1995 den „Höchster
Orgelsommer“ aus der Taufe und betreut ihn noch heute.
1939 in Johanngeorgenstadt im Erzgebirge geboren, studierte in Halle/Saale Kirchenmusik (A-Examen) und in Leipzig Dirigieren (Staatsexamen). Bevor er nach Frankfurt am Main kam, hatte er bereits seine Karriere als Organist begonnen und war Solocembalist des Halleschen Händelfestspielorchesters.
Erst Kantorder Mariahilf-Kirche in Frankfurt am Main, dann der Kirche St. Josef in Höchst wurde er 1992 Organist der Justinuskirche. Seit 2005 ist der publikumserprobte Orgelsolist nur noch konzertierend tätig. Reisen führen den Virtuosen, auch als Begleiter von Soloinstrumentalisten, durch Deutschland und europäische Musikzentren, zuletzt nach Bern, London, St. Petersburg und Turku. Für 2011 ist er zu einer Konzertreise nach Australien eingeladen.

