Mitgliederbrief November 2017

Sehr geehrte, liebe Mitglieder der Stiftergemeinschaft,

liebe Freunde der Justinuskirche!

Das Jahr 2017 nähert sich seinem Ende zu. Zeit, Rückschau zu halten auf das, was dieses Jahr uns gebracht hat, was wir – der Vorstand der Stiftergemeinschaft und alle, die sich ehrenamtlich für den Verein und das karolingische Gotteshaus einsetzen - uns vorgenommen haben und was wir erreicht haben.

Es war ein Jahr, das viele Veränderungen gebracht hat: im Verein, aber auch in dessen Umfeld.

Bei der Kuratoriumssitzung im März 2017 trat Ernst-Josef Robiné, der den Verein über mehr als 10 Jahre mit viel persönlichem Engagement und Herzblut als Vorsitzender geführt hat, nicht mehr zur Wahl des

Vorsitzenden an. Bereits im letzten Jahr hatte er seine Kolleginnen und Kollegen im Vorstand durch klare Delegation von Aufgabengebieten und Zuweisung der Verantwortung auf die Zukunft vorbereitet.

Vom Kuratorium wurde Dr. Werner Brodt einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Vereinsvorstandes gewählt. Dr. Brodt war als ehemaliger Standortleiter der Clariant Rhein-Main in den Jahren 2006 bis 2013 im Kuratorium des Vereines tätig und kannte die Stiftergemeinschaft und deren Zielsetzungen bereits aus dieser Zeit. Er wurde von Ernst-Josef Robiné in gewohnt sorgfältiger Weise in die neue Aufgabe eingearbeitet. Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurden Günther Schöll und Tobias Werr, die beide bereits seit vielen Jahren mit dem Verein verbunden sind und sich in der Kirche und als Helfer bei Festen für die Stiftergemeinschaft eingesetzt hatten.

Ernst-Josef Robiné wurde im Hinblick auf seine außerordentlichen Verdienste um die Stiftergemeinschaft und die Justinuskirche und in Anerkennung seines über drei Jahrzehnte währenden, unermüdlichen Einsatzes und kontinuierlicher Arbeit für den Verein zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Besondere Worte der Würdigung und des Dankes fand der Ehrenvorsitzende des Kuratoriums, Erhard Bouillon.

Unser 2. Vorsitzender, Christoph Bucher, wurde für seine langjährige Arbeit im Verein und seine Verdienste um die Justinuskirche mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Die Urkundenverleihung fand in festlichem Rahmen im Frankfurter Römer durch den Oberbürgermeister Peter Feldmann statt, der zugleich Vorsitzender des Kuratoriums ist.

Leider war in diesem Jahr wieder ein sehr schmerzlicher Verlust für den Verein zu verzeichnen: mit Rolf Henry Kunz, dem Gründer und Spiritus rector des Höchster Orgelsommers verlor der Verein eines seiner bekanntesten Vorstandsmitglieder. Es ist das besondere Verdienst von Rolf Henry Kunz, mit dem Höchster Orgelsommer eine international anerkannte und hoch geschätzte Konzertserie geschaffen zu haben. Dadurch wurde die Justinuskirche und ihre besonders klangvolle Orgel weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt gemacht. Die Stiftergemeinschaft verdankt Rolf Henry Kunz sehr viel. Wir vermissen ihn.

Kommen wir nun zu den Projekten, die der Vorstand für 2017 der Pfarrgemeinde und dem Kuratorium vorgeschlagen hatte und die das Jahr geprägt haben. In besonderer Weise gilt dies für die Sitzfigur des Antonius Abbas aus dem Jahr 1485, die nach mehrmonatiger wissenschaftlicher Untersuchung im Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden dort fachgerecht restauriert worden war. Die Rückkehr des Antonius Ende März, begleitet von einer Pressekonferenz in der Kirche, fand ein breites mediales Echo und sorgte für höhere Besucherzahlen in den nachfolgenden Wochen.

Andere Projekte, wie die Restaurierung des barocken Chorkreuzes, des ebenfalls aus der Barockzeit datierenden Vortragekreuzes und der besonders kunstvoll gearbeiteten Strahlenmonstranz sind besonders hervorzuheben. Auch der Primizkelch des unvergessenen Rektor Höckel wurde gereinigt und ausgebessert. Aber auch die sorgfältige Reinigung und Konservierung der eindrucksvollen Epitaphen an der Wand des Seitenschiffes sowie der im Garten der Kirche aufgestellten mittelalterlichen Grabplatten durch den Steinmetz bedürfen ebenso der Erwähnung wie die des vor der Kirche stehenden Kreuzes, das einmal das Friedhofskreuz des Kirchenfriedhofs gewesen war.

Alle Projekte im Gesamtwert von 35 000 € waren in der seit Jahren gepflegten Weise am Jahresanfang mit den Vertretern der Pfarrgemeinde besprochen und vom Kuratorium in der gemeinsamen Sitzung mit Beirat und Vorstand genehmigt worden.

In der Pfarrgemeinde St. Josef wurde in diesem Jahr in einem arbeits- und zeitaufwendigen Prozess an der Pfarrei Neuen Typs gearbeitet, bei der ab dem 1. Januar 2018 fünf Pfarreien aus dem Pastoralen Raum Frankfurt-Höchst zur neuen Pfarrei St. Margareta zusammengeführt werden. Besonders bedeutsam für uns ist in diesem Zusammenhang, dass die Justinuskirche die Pfarrkirche der neuen Pfarrei werden wird.

Von Dr. Wolfgang Metternich, dem Vorsitzenden des Beirates der Stiftergemeinschaft, wurde das seit Jahren erwartete neue Buch über die „Justinuskirche in Frankfurt am Main-Höchst“ bei einer Pressekonferenz in der Kirche unmittelbar vor Beginn des Höchster Altstadtfestes vorgestellt. Es wird vom renommierten Verlag Langewiesche in Königstein im Rahmen der Serie „Blaue Bücher“ verlegt und ist als preisgünstige Paperback-Ausgabe (14.80 €) und auch als wertvolle gebundene Leinenausgabe (22,80 €) in der Kirche und bei den Festveranstaltungen, an denen die Stiftergemeinschaft in jedem Jahr teilnimmt, käuflich zu erwerben.

Nach dem 2016 aktualisierten Kirchenführer, der die Justinuskirche in Kurzform vorstellt, ist mit diesem Buch nun ein umfassendes Nachschlagewerk erhältlich, das zusammen mit der überaus reichen Bildausstattung in umfassender Weise die Geschichte und Architektur des ältesten Gebäudes der Stadt Frankfurt sowie die Ausstattung mit sakralen Kunstwerken den derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse in und um die Justinuskirche beschreibt.

Trotz des schmerzlich vermissten Organisators des Höchster Orgelsommers, Rolf Henry Kunz, der die diesjährige Veranstaltungsreihe noch vor seinem Ableben vorbereitet und organisiert hatte, wurden die Konzertveranstaltungen und alle weiteren, damit zusammenhängenden Arbeiten von einem kleinen Team mit Erfolg bewältigt.

Es ist für die Verantwortlichen im Vorstand eine Verpflichtung, den Orgelsommer auch im nächsten Jahr –  dann zum 24. Mal – auf dem hohen künstlerischen Niveau in der bisherigen Tradition fortzuführen, dabei aber auch neue Akzente zu setzen. Der neue Organisator des Orgelsommers, Manuel Braun, hat in Mainz Kirchenmusik studiert und wirkt heute als Organist in St. Jakobus in Niederrad. Davor war er bereits in Wiesbaden und Flörsheim in gleicher Funktion tätig.

Manuel Braun war noch von Rolf Henry Kunz zusammen mit dem Diözesankirchenmusikdirektor des Bistums Limburg ausgewählt und benannt worden. Er ist mit einem kleinen Team bereits jetzt mit der Planung und Organisation des nächsten  Orgelsommers befasst. Ganz sicher werden auch 2018 wieder interessante und international renommierte Künstler in unserer schönen Kirche auftreten.

Großes Interesse fand auch unsere zusammen mit der Stadt Frankfurt ausgerichtete Merian-Ausstellung im Justinusgarten und im Antoniterturm. Von April bis Ende Oktober konnte die wechselnde Blütenpracht im Garten den entsprechenden Zeichnungen und Aquarellen von Maria Sibylla Merian gegenübergestellt werden.

 Aktuelle Berichte und Informationen sowie Termine bevorstehender Veranstaltungen finden sie wie gewohnt auf der Internetseite www.justinuskirche.de, Darüber hinaus ist die Stiftergemeinschaft unter Facebook mit einer öffentlichen Gruppe „Justinuskirche Höchst am Main“, die bereits mehr als100 Mitglieder hat, vertreten. In diesem Forum können sie interaktiv mit anderen Freunden in Kontakt treten.

Die zahlreichen Restaurierungsprojekte an sakralen Objekten, Statuen, Gemälden und steinernen Kunstwerken sowie einfachere Reparaturen, die wir 2017 angegangen und umgesetzt haben, erforderten hohen zeitlichen und finanziellen Einsatz. Auch die Projektideen für 2018 sowie heute schon absehbare, notwendige Maßnahmen an Dach und Fach unseres über 1150 Jahre alten Gotteshauses verdeutlichen, dass wir in unseren Anstrengungen, weitere Unterstützung in Form von Spenden und Zuwendungen für das karolingische Gotteshaus zu beschaffen, nicht nachlassen dürfen oder gar pausieren können.

Die Justinuskirche braucht nach wie vor Ihre finanzielle und ideelle Unterstützung. Jede Spende, jeder Mitgliedsbeitrag hilft, die anstehenden Arbeiten zu finanzieren. Deshalb bitten wir Sie, die Mitglieder, Freunde und Gönner der Stiftergemeinschaft Justinuskirche um Überweisung des eventuell noch ausstehenden Jahresbeitrages. Einzahlungen können auf das Spendenkonto bei der Frankfurter Volksbank (IBAN: DE06 5019 0000 0000 6537 05, BIC: FFVBDEFF) oder bei der Frankfurter Sparkasse (IBAN: DE91 5005 0201 0000 0083 00, BIC: HELADEF1822) vorgenommen werden.

Über die Vorhaben und Termine im kommenden Jahr informieren wir unsere Mitglieder in gewohnter Weise im Rahmen der Mitgliederversammlung Mitte Februar.

Zum Höchster Weihnachtsmarkt am 1. Adventswochenende am 2. und 3. Dezember laden wir Sie bereits heute sehr herzlich ein! Neu ist in diesem Jahr die geänderte Öffnungszeit am Sonntag, 3. 12., an dem der Weihnachtsmarkt bereits ab 11 Uhr geöffnet sein wird. Am Samstag, 2.12. dürfen wir Sie wie immer von 13 bis 22 Uhr am Stand der Stiftergemeinschaft rechts vor dem Haupteingang der Justinuskirche begrüßen. Traditionell können Sie bei den Stiftern den leckeren Glühwein, selbstgemachten Schlehenlikör und Gelee von Quitten aus dem Justinuskirchgarten genießen. Darüber hinaus haben wir wie immer unsere Weihnachtskarten, die verschiedenen Bücher über die Kirche, CDs von Konzerten in der Justinuskirche sowie Selbstgestricktes und kleine Geschenke an unserem Stand zum Verkauf.

Weitere Termine in der Vorweihnachtszeit (in der geheizten Kirche) sind:  

  • 24.11.2017 (Freitag): Die Nacht des spirituellen Liedes, 19.00 Uhr

  • 1.12.2017 (Freitag):   Nacht der Lichter, 21.00 Uhr

  • 2.12.2017 (Samstag): Adventskonzert des Lions Club Höchst Main Taunus (15.30 Uhr)

  • 3.12.2017 (Sonntag): Adventssingen der Höchster Kantorei (17.30 Uhr)

     

    Auch finden Sie die Krippe in der Kirche, die von unseren Vereinsmitgliedern wieder liebevoll aufgebaut wird, an gewohnter Stelle. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

    Ihnen und Ihren Familien und Freunden wünschen wir eine gesegnete Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Jahreswechsel.

      

    Es grüßen Sie herzlich

     

    Ihre

     

    Dr. Werner Brodt         Ulrich Boller

    Vorsitzender                Schriftführer